Kirche in Angerapp soll renoviert werden

(die Umsetzung lässt auf sich warten)

 

Wie aus russischen Publikationen/Medien vom 29.01.2013 zu erfahren war, sollen gemäß Beschluß des amtierenden Gouverneurs des Kaliningrader Gebietes, Nikolai Zukarnov, die Kirchen in Heinrichswalde und Darkehmen/Angerapp, beide aus dem ehemaligen Regierungsbezirk Gumbinnen, umfassend renoviert werden.

Hierzu wurden kurzfristig Gotteshäuser als Kulturerbe deklariert, die Finanzierung aus dem Gebietshaushalt beschlossen. Die spätere Ver-wendung sieht die Kirchen als Mittelpunkt in der eher sonst bescheiden geförderten Region für ein kulturelles Leben mit entsprechenden Veranstaltungen sowie die Förderung des Tourismus vor. Hierzu wurde eigens eine Projektgruppe ins Leben gerufen, die unter Vorgabe eines Monats, und unter Weglassung unnötiger Formalitäten, Vorschläge zur Renovierung und Ausgestaltung der Kirche erarbeiten sollte.

 

Anmerkung:

Gouverneur Nikolai Zukarnov war zuvor Landrat im Rayon Gebiet Gumbinnen. In dieser Zeit hat er sich durch eine Vielzahl von Verbesserungen für Stadt und Leute einen guten Namen gemacht, Insbesondere lag ihm hierbei die Erhaltung städtebaulicher/deutscher Substanz sowie die sprichwörtliche Ordnung und Sauberkeit nach deutschem Vorbild am Herzen.

 

Standortbestimmung:

1. Heinrichswalde:

Markflecken (Kreisverwaltung) Landkreis Elch-niederung, Regierungsbezirk Gumbinnen, südlich der Memel, ehemals 3.460 Einwohner, russischer Name: Slawsk.

Die Kirche ist ein geweihter neugotischer dreischiffiger Ziegelbau mit Absis und vorgesetzten hohen massivem Turm und Treppengiebel. Aus der früheren Heinrichswalder Kirche sind Reste alten Schnitzwerks überliefert.

 

2. Angerapp:

Kreisstadt, Landkreis Angerapp, Regierungsbezirk Gumbinnen, am Fluß Angerapp gelegen, ehemals 4.336 Einwohner, Namensänderung am 176.07,.1938 in Darkehmen, russischer Name: Osjorsk.

Als Nachfolgerin früherer Kirchenbauten (1615, 1752) 1842 errichtet, im Stil von Schinkel beeinflußter Bau mit Dachreitern von 1892 auf dem Turm. Der Innenraum, dreischiffig angelegt, hat an den Fensterseiten doppelte Emporen.