Chronik des Kirchspiels Kleinlautersee (Schabienen) von Lothar Kapteinat

Kirchspiel Kleinlautersee
Geschichte des Kirchspiels Kleinlautersee (Schabienen)
Die schöne Landschaft, die das Kirchspiel Schabienen auszeichnete, geht auf das Ende der Eiszeit zurück. Wir erwähnen nur die Wabbaliener Höhen (191m) und die Schanzenhöhe (157m), den Kossenberg (144m) und die Schöne Aussicht (140m). Wir nennen den Stillen See, den Ußblenker See, den Schabiener See und den flachen Jaggelner See, wir erinnern an den Goldapfluß im Süden, die windungsreiche Angerapp, wir denken an den Forst Skallischen, und wir vergessen auch nicht das Zedmar-Bruch, das seinen Namen der Gattin des Generalmajors Friedrich von Lossow, Elenore geb. von Zedmar verdankt, der 1768 der alte Fritz das Bruch zur Urbarmachung überlassen hat. Hier hat ein steinzeitliches Inseldorf, dann ein Pfahlbaudorf aus der Wende der Bronze- zur Eisenzeit gestanden.
Der Ritterorden der Ostpreußen zwischen 1231 und 1283 von den Prassen eroberte, legte zum Schutz nach Osten einen 35-50 km breiten Waldgürtel (Wildnis) an. Später wurde der Wald planmäßig zurückgedrängt und ausgeholzt Lange Zeit hatte bei Medunischken ein Buden¬oder Waldwerk gestanden, wo an Ort und Stelle Handelshölzer, Fässer, Aschwaren und dergleichen mehr gefertigt wurden. Wir dürfen annehmen, dass diese Industrie aus verkehrstechnischen Gründen an der Angerapp gelegen hat. Die Besiedlung unseres Gebietes setzte daher erst spät ein. Hatte der Ritterorden den Brüdern Georg und Christoph von Schlieben 1469 größere Landebiete westlich der Angerapp verliehen, so werden Sobrost und Medunischken doch erst 1523 genannt, und noch 1544 stand für das ganze Gebiet in Insterburg die einzige Kirche. In einem Zinsregister von 1539 werden für Schabienen 6 Wirte genannt, für Medunischken 4, für Darkehmen 6, um ein paar Beispiele zu bringen.
Nach dem der letzte Hochmeister Albrecht den Ordensstaat 1525 in ein weltliches evangelisches Herzogtum Preußen umgewandelt hat war für unser Gebiet Insterburg als Hauptamt zuständig. Die Hauptämter wurden später in mehrere Ämter gegliedert, Medunischken wurde der Sitz eines solchen Amtes. Von hier aus wurde lange Zeit fast der ganze Kreis Darkehmen verwaltet. Der Schulzenhof lag zwischen Medunischken und Schabienen nahe der Angerapp. Für 1551 ist der Name des Schulzen „Caspar Bieschun" bekannt; nach ihm hieß der Hof dann Bieschunen, wurde aber später nach dem Fluß in
„Angerapp" umbenannt.
1562 verschreibt Herzog Albrecht einem Melchior Dennemark den „krugk zu Schobin und 4 frey huben". Melchior muss die Wildnis bereiten und an der Nordenburger und Drengfurter Grenze auf Diebstahl und Schmuggel achten. In demselben Jahr geschieht die „stoung des schobunschen Multeichs", 1564 gab es eine Schneide und Mahlmühle in Szabienen.
Caspar von Nostiz, einer der fähigsten Mitarbeiter des Herzogs, bereist das Gebiet. Sein Haushaltsbuch ist noch erhalten. Hier wird auf die Lösung einer Kirchgründung energisch hingewiesen. Es stehen Sperling und Szabienen zur Wahl. Die Entscheidung fällt für Szabienen. Die erste, sehr einfache Kirche in Szabienen ist in den Jahren zwischen 1565 und 1570 errichtet. Das Kirchspiel umfasste gut die Hälfte des späteren Kreises Darkehmen. Für den nördlichen Teil war die in eben dieser Zeit erbaute Kirche in Trempen zuständig. Aber das Anwachsen der Bevölkerung brachte es mit sich, dass die Kirchengemeinde Szabienen im Verlauf der nächsten Jahre verkleinert wurde. So entstanden weitere Kirchspiele ,Senkheim 1575, Grabowen 1588, Dombrowken 1606, Darkehmen 1612, Kleszowen 1702, Wilhelmsburg 1724 und Rogalen um 1900. Vermutlich hieß der erste Pfarrer in Szabienen Leonhard Wirzinski, ihm folgten Andreas, Stanilaus, Georg und Severin Wirzinski, Kinder oder Kindeskinder des ersten Pfarrers. Georg wurde 1637 nach Gumbinnen berufen, und ihm wurde nachgerühmt, dass er sowohl deutsch, als auch polnisch und ebenso litauisch habe sprechen können. Das war von entscheidender Bedeutung. Das Szabiener Pfarrhaus stellte auch für andere Gemeinden Geistliche. Die Dreisprachigkeit der Gemeinde brachte es aber
 
 
schließlich dahin, dass neben dem Pfarrer ein Diakon tätig war, der in der Regel zugleich an der Kirchschule mitarbeitete.
Die Bewohner waren Altpreußen (Prussen), Deutsche aus den verschiedensten Ländern, Litauer und Masovier (Polen). Die Ortsnamen entstanden aus den Namen der Bewohner oder aus Landschaftsbezeichnungen. So standen Prussen Pate für Schabienen nach einem unbekannten Mann Sabine, Stumbrakehmen übersetzt mit Stumbersdorf von Stumber, Radkehmen übersetzt Radtkensdorf und Stobrigkehlen hieß früher Stibirkehlen übersetzt Stiborsdorf von Stibor. Von Deutschen stammen Bischuskiemen von Caspar Biszum, Jaggeln von einem Jaggielo, Skallischen von Skalinger und Angerapp von den Rapps. Litauer gaben z.B. Broßeitschen von Broßius (Proßies) den Namen. Die Übersetzungen der Ortsnamen die aus Landschaftsbezeichnungen stammen sind Etzerienen „Seedorf", Aßblenken „Hinterm See", Ballupönen „Siedler am Bruch", Griesgirren erzählt uns etwas „vom Walde", Antmeschken „von bitterem Wasser" und Brassen „von sumpfigen Wiesen".
Aus Holzgeldrechnungen von 1639/40 oder von 1680 können wir erkennen. Wie die Dörfer inzwischen entstanden und gewachsen waren. Es werden etwa Brassen mit 5 Höfen genannt, Rathkehmen mit 4, Stumbrakehmen mit 3'/2, Bobelienien oder Kermuschienen mit5 1/2, Jagulenn mit 5, Kriegstahnen mit 14, später mit 20, KI. Szabienen mit 7 1/2, dabei 2 Krüge, Stibrigkehlen mit 6 1/2, Gaidtschen mit 10, Uszblenken mit 7, Brossaitschen mit einem Hof und Kerstupelen (Antmesken) mit 6 Höfen. Landschöppe war 1649 Hans Deutschmann zu Szabienen.
Da das Vieh gegen eine gewisse Gebühr im Wald weiden durfte, sind die Weidegelder interessant, Brozaitschen zahlte für 28 Rinder, Kerstupelen sogar für 78 Stück. Interessanter wären aber für uns ein paar namen der Bauern. Wir nennen aufgrund der Rechnungen Adams, Ambrosius (Jaggeln), Baltruschait, Gambulle, Naujoks, Paulutt und sehen, dass es sich fast nur um Vornamen handelt, und fragen uns, welche dieser Namen später noch vorhanden sind. Aus dem Jaggelner Ambrosius ist sicher Broszius geworden, Gambulle könnte sich zu Gambalat gewandelt haben, Adams zu Adomeit, Paulutt zu Paulun, im Ansatz mögen hier künftige Geschlechter ihre Wurzeln haben.
Eine für die Zukunft entscheidende Bedeutung im Blick auf die Kirche in Szabienen, und das Kirchdorf war das Jahr 1618. Der Herzog verkaufte an Wolf von Kreytzen, Hauptmann zu Angerburg, KI. Medunischken, dazu Strapawischken (Kunigehlen), Plimballen (Sodarren) und Kl. Szabienen mit dem Kirchenlehen, der Kruggerechtigkeit und den Mühlen mit Ober-und Untermühlenteich. Im Jahr darauf, 1619, verkaufte von Kreytzen die Begüterung, zu der ja auch das Schulzengut gehört, an seinen Schwiegersohn Christoph von Rapp, der einem Kurländer Geschlecht angehörte und seit 1602 in der „Oberratstube" also in der Regierung in Königsberg als Kanzler tätig war, aber bereits 1619 starb, in Kaymen beigesetzt wurde und kaum je in Angerapp gewesen sein dürfte. Von 1619 — 1657 übernahm sein Sohn Christoph von Rapp die Güter, von 1657 — 1692 Johann Friedrich von Rapp und ab 1692 Carl Ehrenreich von Rapp. Die Gutsherren waren auch anderswo begütert, und die ständigen Verpflichtungen brachten es mit sich, dass die Sitze der Hauptämter und vor allem Königsberg selbst immer wieder von ihnen aufgesucht wurden. Es kostete viel Mühe, dass die sehr engagierten Rapps etwas für die Szabiener Kirche taten. Der massive Turm ist zu ihrer Zeit begonnen (1672), auch Kanzel, Altar und Taufschale gehen ins 17.7h. zurück, wobei das Kreuz am Altar aus dem allerersten Altar stammen mochte.
So sehr nun auch in den wachsenden Dörfern und auf den kleinen und großen Höfen sich das Leben regte und mehrte, so jäh kam eine Katastrophe von einer nie dagewesenen Größe, und die erst 1944/45 überboten werden sollte, es war die Pest in den Jahren 1709 und 1710.
Carl Ehrenreich von Rapp, der während der „Contagion" die Angerapper Güter übernahm, gibt an, dass er bis 500 Menschen verloren hätte. In Kl. Szabienen überlebten von 8 Bauern ein einziger, in Sodarren, das damals gleichfalls ein adl. Bauernhof war, blieben von 8 nur 2, in KI. Medunischken überlebten von 18 Bauern 3, und zwar die „miserabelsten", in
 
 
Gr. Szabienen waren drei Höfe wüst, Paulsdorf war 'pur wüst". Und in den kgl. Dörfern war es nicht anders. Von Daviden wie von Kermuschienen heißt es: 'pur wüst', nur Antmeschken ist offenbar im ganzen verschont geblieben und gilt bereits 1716 als 'voll besetzt'.
Drei Dörfer sind völlig vom Erdboden verschwunden, ein von ihnen — Neusaß Ußblenken —wurde später wieder errichtet, von einem zweiten, Tributswallen, wird noch später in den Akten berichtet; es lag wohl am Stillen See, und die Sage vom verlorenen Schatz mag im Untergang dieses Dorfes ihren Grund haben. Das dritte war aber bereits 1716 so unbekannt, dass keiner mehr sagen konnte, wo es eigentlich gelegen hat, es hieß Theerbrenner und mag, wie vermutet wird, 'in der Wildnis', also im Wald gestanden haben. Während C.E. von Rapp sich nach Königsberg begeben konnte, so galt das für die Pfarrer nicht. 1709 stirbt Pfr. Fabian Schachtmeyer, der seit 1697 in Szabienen amtierte. Sein Nachfolger, Wilhelm Dullo aus Goldap, starb bereits nach 9 Wochen, und auch der dritte Geistliche, der schleunigst nach Szabienen geschickt wurde, starb. Wir kennen nur seinen Namen, Pfr. Joswik. Es ist im Pfarrarchiv nichts an Akten aus der Zeit vor der Pest erhalten gewesen. Erst am Himmel¬fahrtstag 171 lerhielt die Gemeinde in Martin Radicke einen neuen Pfarrer, der nun das Wunder des Wiederaufbaus erleben durfte.
Es ist wirklich erstaunlich, wie rasch und mit welcher Energie die ausgestorbenen Dörfer wieder bevölkert wurden, und die 'Repeuplierung' Preußens gehört zu den größten Friedenswerken Friedrich Wilhelm I. Zunächst kamen zahllose 'Nachbarn' nach Preußen, in unser Gebiet vor allem Litauer, so heißt es z.B. 1716 hei Ballupönen '3 lit. Bauern haben sich selbst angesetzt'. Unter den litauischen Ansiedlern finden wir nun viele, deren Nachkommen heute noch im Kirchspiel, wenn nicht gar auf der selben Scholle, ansässig sind. Wir nennen
( in Klammern das Jahr, in dein der Name erstmalig erwähnt wird ) z.B. Adomeit (1712), Außrat (1721), Burnotait (1723), Dabbrat (1749), Didjonait (1713), Dißereit (1726), Drewello (1729), Erzmoneit (1739), Kublun (1712), Laukatis (1719), Mikaljun (1725), Pridikait (1730), Strasdat (1713), Wauschkuhn (1753), Wischnaitis (1716), Gambal (1712), Kemmesies
(1717), Kißlatis (1739).
Es mag wohl sein, dass einzelne dieser Familien inzwischen für ein, zwei Generationen in anderen Kirchspielen wohnten, so z.B. Strasdats. In einzelnen Fällen können wir sogar von Generation zu Generation verfolgen, dass ein- und dieselbe Familie auf demselben Grund und Boden oder zum mindesten in demselben Dorf blieben, so bei Drewellos in Etzerienen oder bei Laukats in Alt-Ballupönen. Der erste für Jaggeln nachweisbare Broßius ist etwa im Jahre 1666 geboren.
Aus dem benachbarten Masovien (Polen) siedelten nach dem Kirchbrief eine Reihe masurischer Familien wie die Namen sagen: Borowski (1722), Grabowski (1729), Jeguski (1711), Kowalewski (1711), Lißewski (1711), Olschewski (1740), Polixa (1714), Pochwalla (1738), Salcwski (1713), Schwiderski (1727), Szerletter (1761), Sabotka (1719), Zyperek (1745), und andere mehr. 1720 wird ein Piotr Banzer und ein Gregor Groesack ausdrücklich als „Pole" bezeichnet, - wir sehen, dass wir auf dem Namen allein nicht alles setzen dürfen. Auffällig ist nun, dass von diesen masurischen Siedlern im Gegensatz zu den litauischen aus jener Zeit kein einziger sich auf einer Scholle gehalten hat.1778 erst wird in Stobrigkehlen ein Andres Koslowski mit seiner Frau Catrine Ußinski erwähnt, der Stammvater wohl der Stobrigkehler Koslowskis.
Daneben warb aber der König in seinen Ländern und darüber hinaus um Kolonisten, und eine 'Generaltabelle der deutschen und litauischen Amtsbauern' aus dem Juni 1736 zeigt am deutlichsten, mit welchem Erfolg diese Werbung geschehen war. In Brassen sitzt ein Cassube, Michael Rauchwetter (Ruhwetter), und ein Harzer, Hans Sorge, dazu 3 Litauer Christiankehmen hat wieder 16 Wirte, eine sehr bundscheckige Bauernschaft, 7 Litauer (dabei Kurschat, Auschrat, Rudat), ein Salzburger, der offenbar bald weiterzog, 2 Preußen, 2 Pommern, 3 Magdeburger (Hans Melle-Mehl, Joachim Wigandt und Heinrich Bartel), 2 Halberstädter (Lüdke und Görlitz). In Jaggeln saßen neben 7 Litauer, dabei der 'tüchtige
 
 
Wirt' Pritzkus Broszus, ein Preuße und ein Uckermärker (Heinrich Siewert) und ein Nassauer (Wiliam Schumacher), in Stobrigkehlen sind u.a. 2 Nassauer (dabei Konrad Schöffer (Schäfer)), Uszblenken hat 2 Litauer, einen Preußen und einen Magdeburger (Berends Meile, der zuerst in Medunischken gesessen hat). In Szabienen finden wir 5 Litauer (z.B. Discheraitis, Pridicatis, Wischnatis) und je einen Preußen und Nassauer. Eszerienen (Paul Drewello und 3 andere), Ballupönen (Lukatis, Grabowski, Saleyka und 6 a.m.), Kermuschienen (2 Wirte) und Radkehmen (3 Wirte) sind nur mit Litauern besetzt, wobei uns auffällt; dass die Namensform nicht immer auf litauische Herkunft hinweisen muss. Es wäre interessant, etwa anhand der Amtsrechnung oder Prästationstabelle den Wechsel und Fortgang der Repeuplierung genauer zu verfolgen. Seit etwa 1750 wohnt in Brassen F. Kraekel, der von Ströbeck Ströpken gekommen sein dürfte, in derselben Zeit finden wir in Ballupönen Dobratis und in Gr. Szabienen Kiszlatis. Auch in den Adligen Dörfern, Gütern und Vorwerken zogen neue Familien ein, die ersten wohl schon 1714, bis dann mit den großen Zügen der Salzburger 7 Familien mit 42 Personen angesetzt wurden, in Angerapp 2 Hofleute, dabei Conrad Weier aus Mordau, dessen Tochter den Szabiener Schmiedemeister Strarfinger heiratete, der aus Niedersachsen stammte, dazu weitere Tagelöhner in Sodarren, Paulsdorf, Szabienen, Medunischken, Zargen und Schupowen.
Aus den Kirchenbüchern sind nun eine ganze Reihe von diesen Salzburgern zu ermitteln, so heißt es 1739 in der Dezemberliste „Philipp, ein Salzburger Schweinehirt in Angerapp" (1739) und schon genauer „ein Salzburger in Christiankehmen Michael Heder (1735). Wir finden weiter die Namen Wenger, Mayer, Hoffer, Wager, Röcker, Andeper, Saleker, Trinker und andere mehr. Im ganzen mögen es 10 Salzburger Familien sein, die uns im ersten Jahrzehnt der Einwanderung begegnen, auch noch mehr Hugenotten aus der Schweiz oder aus der Pfalz. So tauchte im Jahre 1775 in Christiankehmen ein Johann Capteinat auf, der wohl von der Familie Capitain herstammen dürfte, wie auch noch Kapteinats hinwiederum einfach Kapteins genannt werden.
Hier nun von einzelnen Ortschaften eine Zusammenstellung verschiedener Hofbesitzer, deren Familien bis zur Flucht dort wohnten, und setzten die Jahreszahl dazu, unter der sie zum ersten Male in den Kirchenbüchern erwähnt werden. Etwa in dieser Zeit dürfte dann die genannte Familie eingewandert sein. Häufig geht der Hof durch die Heirat einer Tochter, die zugleich Erbin ist , in eine neue Familie über. In diesen Fällen ist dann auch meist der Herkunftsort der neuen Familie bekannt, der dann vor die Jahreszahl der Heirat gesetzt ist; dahinter stellen wir in den Fällen, in denen nachweisbar der Hof lange Zeit bei der Familie der Frau gewesen ist, den Mädchennamen derselben. Wir ordnen die Ortschaften alphabetisch, die Familien nach dem Alter.
Alt Ballupönen: Laukat (1719), Kapteinat (1828), Weber (1838 Dobrat), Koppenhagen (1869), Salokat (Friedrichsberg 1870 Grabowski), Schebdat (Muldßen 1882 Dobrat), Briese (1884).
Alt-Schabienen: Krüger (Loppinnen 1830 Wischnat), Anschrat (1838), Plesdanat (1875), Roel (Wittgirren 1882).
Antmeschken: Borowski (1842), Kischlat (Kgl. Schabienen 1863 Kowalewski/Gamser). Brassen: Kraekel (Ströpken 1730 Widenhagin).
Christiankehmen: Goerlitz (1714), Scharfetter (1852), Dimsack (Jeckstein, 1863 Goerlitz), Bock (1875), Waldhaus (1880), Gessat (1883), Hoyer (1884).
Eßerienen: Drewello (1729), Lange (1845), Kemsies (1852), Dobrat (1885).
 
 
Griesgirren: Fischer (1730), Girod (1840), Wunder (1849), Schlußnus (1871), Raudonat (1872), Franz (1880), Leper (Jakunowken 1881), Zimmermann (Audinischken 1886 Jaquet), Kallweit (1888).
Groß-Schabienen: Litty (1838), Krause (1842), Schwarz (ca. 1857), Pilzuhn (Neu-Eßergallen 1869), Kischlat (1847), Rogowski (1882).
Jaggeln: Broßus (1666 - 1712), Schweiger (Kl. Gudellen 1880 Moslehner; inzwischen lag das Grundstück vorübergehend bei Todtenhöfer), Sunkimat (Szameitschen 1886 Plaumbaum).
Kermuschienen: Pauluhn (Menturren 1818 Elus), Steinke (1820 Hamsper ), Schmidt (1857). KI. Schabienen: Gambalat (1746), Zeising (1857), Auschrat (1765).
Skallischen: Schulzki (ca. 1790).
Stobrigkehlen: Koslowski (1778), Kaschöfski (ca. 1795), Umlau (Plimballen 1802 Bandius), Zöllner (1829), Plikat (1840), Motzkau (Saballen 1844 Koslowski), Gruber (1864), Grabowski (1856), Pollehn (1867), Elus (1842).
Ußblenken: Mehl (1729), Kuschnereit (1846), Grosjean (Wingeningken 1867 Radke), Steinbacher (1881).
Aus diesen Dörfern mit vorwiegend bäuerlichem Besitz sind demnach nur 14 von im ganzen 72 erfassten Familien seit der Zeit vor 1800 ansässig, und gehen wir auf das Jahr 1750 zurück, so sinkt diese zahl auf 8, ein wirklich überraschendes Ergebnis, dass die Sesshaftigkeit der Bauern und ihre Schollengebundenheit nicht so sehr bestätigt. Aber es sind eben äußere Gewalten am Werke gewesen, die dazu führten, dass die Höfe in andere Hände übergingen. Beiläufig sei aber noch zuvor auf eine eigenartige Erscheinung hingewiesen, nämlich auf die Sesshaftigkeit auch der Landarbeiter, also der Instfamilien und Gutsarbeiter. Schon 1715 können wir für „Bainunein" einen Jurgis Karrali nachweisen, - und in Klein¬Medunischken finden wir Karals seit 1841. Die Familie Nagrotzki (Nawrotzki) begegnet uns 1842 zum ersten Male, Erzmoneit 1862, Petukat 1878 in Klein- Medunischken. Dazu ist zu sagen, dass die Familien an sich, wie auch die Bauernfamilien schon, z Z. in anderen Orten sehr viel früher vorkommen. Erzmoneits waren so im 18. Jhdt. Besitzer in Wabbalienen. In Angerapp (mit Paulsdorf und Sodarren) sind kurz folgende Familien seit vielen Jahren ansässig: Buschinski (1841), Meier (1848), Mertins (1855), Waikam (1860), Gambalat (1862), Rudat (1879) und Zabel (1884). Aber mütterlicherseits mögen diese Familien wieder noch alle eine oder zwei Generationen länger in Angerapp zuhause sein. Diese Sesshaftigkeit der Instfamilien ist hervorzuheben, gerade wo es sich darum handelt, die Siedlungsgeschichte des Kirchspiels darzustellen.
Die Herren von Rapp konnten die Angerapper Güter nicht halten. Für 8000 Thlr. erwarb sie 1726 Christian Wilhelm Lau (14.08.1729 geadelt), der sie zwar schon nach 24 Jahren seinem Halbbruder Joh. Jakob Hoffmann verkaufte, aber in dieser Zeit soviel investierte, dass sein Wirken bis zuletzt erkennbar war. Von Lau ließ die baufälligen und verwarlosten Gebäude abreißen und den schönen stattlichen Gutshof errichten, den wir kennen. Das Schloss mit seinem anhennelden Mansard - Dach, hat im Erdgeschoss einen großen, zum Garten hin gelegenen Festsaal, schöne Stuck - Kamine und Rokoko - Türen. In einem Bericht von 1740 über Preußens alten und heutigen Zustand heißt es „Angerapp, ehemaliger Rittersitz der von Rapp, jetzt der von Lau, an der Angerapp, die ihm auch den Namen verleihet. Sowohl das Wohnhaus, als die Neben- und Wirtschaftsgebäude sind alle neu, massiv und von derschönsten Parade, daraus man den herrlichsten Prospekt in den weitläufigen, niedrig angelegten Garten, der mit dem raresten Obst, Gewächsen und Stauden bepflanzt ist, auch in die lange Allee eines dem Garten gegenüberliegenden dicken Waldes haben kann. Die Teiche daherum liefern die fetteste und delikateste Carpen denen an Größe schwerlich andere Carpen beykommen werden, wie denn hier Stücke von etlichen 20 Pfund, die sogar manchen Lachs übergehen, gefangen werden." Im Jahre 1732ist eine außerordentliche Kirchenvisitation gehalten. Der erbarmungswürdige Zustand der Kirche wird moniert. 1741 kommt es endlich dazu, dass ein massiver Bau errichtet wird, zu dem 240 000 Mauersteine benötigt werden. Der Patron von Lau übernimmt die nach seiner Aufstellung ungedeckte Summe von 1695 Thlr. Auch in Beynuhen stand, vom Reichsgrafen Alexander von Dönhof erbaut, eine reformierte Kirche, die 1720 gestiftet, aber erst 1739 eingeweiht wurde und später abgerissen ist. Ihre Glocken kamen in den Turm der Szabiener Kirche. Christian Wilhelm von Lau hatte in seinem Testament festgesetzt, dass er in der nahen Patronatskirche in Szabienen beigesetzt werden sollte, als etwa 1935 die geräumige, aber niedrige Gruft unter dem Altar geöffnet wurde, fand man noch einige wenige Teile seines Sarges.

Inzwischen waren aber die Angerapper Güter in neue Hände gekommen. Johann Jakob Hoffmann (1752 geadelt) vermachte den Besitz seinem Sohn Jakob Friedrich, der ihn 1773 seinem Neffen, dem Kriegs- und Domänenrat Johann Friedrich Wilhelm Farenheid für

75 000 Rthlr. verkaufte. Farenheid wurde 1786 geadelt. Der Kriegsrat ist im Angerapper Mausoleum beigesetzt, das um 1800 erbaut wurde, er starb 1834, 80 Jahre alt, in Bcynuhnen

 

Die Farenheids hatten ihren Güterkomplex ins Unmessbare zu vergrößern verstanden. Wir denken dabei nur an die nähere Nachbarschaft zu Szabienen. 1777 wurde Gr. Medunischken erworben, 1796 kam der gesamte Beynuhner Besitzt dazu, so dass nun auch Oßnagorren wieder der Angerapper Herrschaft gehörte, von der es 1726 gelöst war, dabei dann auch Gr. Sunkeln, Ramberg und auch Dombrowken. Es ist nun aber der Sohn des Kriegsrates gewesen, Friedrich von Farenheid, der die Last dieses Grundbesitzes zu tragen hatte. Er gehörte zu den jungen Adligen Preußens, die den alten Kant und seinen Freund, Christian Jakob Kraus, an der Albertina verehren gelernt hatten. Die Lehren von Adam Smith vom freien Wettbewerb der wirtschaftlichen Kräfte des Landes im Verein mit persönlicher Freiheit und rechtlicher Gleichstellung aller Staatsbürger waren ihm vertraut. So begann er als einer der ersten mit der Umstellung der Wirtschaft auf neue Formen — Fruchtfolge statt Dreifelderwirtschaft u.a.m.; Pferde- und Schafzucht — und bereitete alles zur Aufhebung der Gutsuntertänigkeit vor, ein Wagnis bei der unübersehbaren Größe des Besitzes. Und mitten in diese Umstellungen und Planungen hinein kam dann der Zusammenbruch Preußens. Die Kriegsperiode 1806 — 1815 bringt einen ungeheuren Rückschlag. Die Angerapper Güter verloren allein 1806/07 Werte in Höhe von 15.824 Thalern. Die Beynuhner Verluste beliefen sich auf 18.090, die Dombrowker auf 9.511 Thaler. 1812 waren die Verluste noch viel höher, gerade auch in den gutsbäuerlichen Dörfern. Bis zum 20.06.1812 hatten die Medunischker Bauern 53 Pferde, 10 Ochsen und 54 Schafe hergeben müssen, Schweine und Federvieh ungerechnet. Dazu kam ein seuchenhaftes Viehsterben. Auf den Angerapper Gütern behielt der Gutsherr von 7 Bullen 3, von 14 Ochsen 4, von 46 Kühen 12, und auf den Vorwerken und in Stibirken krepierte bis auf eine Kuh das gesamte Leute-Vieh. Desto erstaunlicher , dass 1813 noch 15 Pferde gestellt wurden. 1813 waren 32, bis Mai 1814 40 Leute zu den Soldaten gerufen.

Aber auch darin zeigte sich das Vorbild des Gutsherren. Als der Preußische Landtag im Februar 1813 zum Freiheitskrieg aufgerufen hatte, loste von Farenheid mit seinem Verwalter Eckert, wer von beiden gehen sollte. Das Los viel auf ihn, allerdings erkrankte er dann und kam zurück.

Die Arbeit nach den Freiheitskriegen forderte nun alle Kräfte. Die unterbrochenen Reformen wurden weiter durchgeführt. 1819/23 kam es zur Regulierung der gutsherrlich-bäuerlichen Verhältnisse in den von Farenheidnischen Dörfern. Unser Kirchspiel bekam ein ganz neues Gesicht. Aber diese Veränderungen waren mit Lasten für beide Teile verbunden. Die 9 Kossäten in Gr. Szabienen konnten aus mancherlei Gründen die Rente nicht zahlen, so dass von Farenheid 50% des Landes wieder selbst übernehmen musste. In Medunischken und Sodarren wurden die Bauern verpflanzt — z.B. nach Kl. Sobrost — und die Dörfer wurden

 

Vorwerke. Erschwert wurde die Umstellung dadurch, dass die Regulierung möglichst mit der Separation der Gemeinheitsländer zugleich vollzogen wurde. Es wurden auch andere Rechte, etwa das der Viehweide im Wald, abgelöst. Das alles traf die Amtsbauern genauso wie die gutsuntertänigen Bauern. Mit dem Martinitag 1810 — dem überlieferten Ziehtag für Gesinde und Instleute — hörte alle Gutsuntertänigkeit auf, nun gab es nur noch freie Leute. Aber mit dieser Befreiung hörte auch der Bauernschutz auf, eine Tatsache, die sich im Kirchspiel Szabienen nur begrenzt auswirkte, anderwärts aber solche Formen annehmen konnte, dass geradezu vom Sterben des Bauernstandes gesprochen werden kann. Das planmäßige Bauernlegen fand von Jahr zu Jahr mehr Nachahmung und nahm 1816 böse Formen an. Die Schwierigkeiten für die kleineren Bauern vermehrten sich noch dadurch, dass die Bevölkerung, die 1813 einen Tiefstand erreicht hatte, von 1816 — 1830 sich stetig mehrte, am stärksten 1826. der Besitz wurde, um der Not Herr zu werden, verkleinert. IG. Szabienen hatte vor der Regulierung 6, 1901 aber 11 Bauern bzw. Besitzer, Gr. Szabienen kam von 11 auf 16, um nur zwei Beispiele zu nennen. Oder man verkaufte den ganzen Hof und trug zur Bildung neuer Wirtschaftseinheiten bei, wie wir es etwa in Alt-Kermuschienen (Molks-Brommecker), in Schanzenhöh (Rabsilber) und in Radtkehmen verfolgen können.

Ähnliche Feststellungen kann man in Ußblenken (Mehl) und wohl auch bei dem Mühlengut in Kl. Szabienen, dessen Geschichte besonders interessant sein dürfte, machen. In der Zeit der Bauernbefreiung wurde sowohl der Mühlenzwang als auch der Getränkezwang, d.h. der Zwang, dass Krugbesitzer Getränke von bestimmten, meist staatlichen Stellen beziehen, aufgehoben. Es verschwinden nun auch mit der Separation die Einfriedungen und Tore an den Dorfeingängen. Die anhaltende Zunahme der Bevölkerung führt aber zu einer sehr starken Abwanderung. Wenn der Wanderungsverlust Ostpreußens von 1840 — 1910 739.000 Menschen betrug, hatte Szabienen sein gut Teil dazu beigetragen. Wie stark aber die Bevölkerungszunahme war, geht daraus hervor, dass 1890 in Szabienen 170 Kinder getauft waren, wo 100 Jahre davor kaum die Hälfte von Geburten registriert worden ist. Die Sterblichkeitsquote ist aber inzwischen relativ zurückgesunken, leider liegt die Vergleichszahl für 1890 nicht mehr vor.

Der große Besitz der von Farenheids war wieder erheblich zusammengeschrumpft. Während Angerapp mit Beynuhnen der Sohn Friedrich erbte, gingen die Dombrowker Güter an Emilie, verheiratet mit Ferdinand Voigt, und Gr. Medunischken mit Osznagorren und Ramberg, die dann aber verkauft wurden, an Friederike, verheiratet mit Sigmund von Bujack, Anna von Bujack, die Erbin von Gr. Medunischken, war mit dem Generalmajor Schmidt von Altenstadt verheiratet, einer ihrer Söhne übernahm mit dem Fideikommiß Beynuhnen den Namen von Farenheid, der andere blieb auf Gr. Medunischken.

Es sei nun noch die innergemeindliche Wirksamkeit der Angerapper Herrschaft erwähnt. Da ist einmal an das Schulwesen zu denken. Schon z. Zt. von C.W. von Lau war zusätzlich zur Kirchschule, an der zwei Lehrkräfte arbeiteten, für eine neue Schule in Christiankehmen dazu auch in Wittgirren und wohl auch in Rogahlen gesorgt. Von 1817 bis 1825 amtierte nun, vom Patron berufen, in Szabienen F. A. Kah als Pfarrer. Er wurde dann Superintendent in Rastenburg. Dieser Mann stimmte mit Herrn von Farenheid in dem Wunsch„ den freien Mann zu kluger Selbständigkeit zu verhelfen, überein. Von den eifrigen Pädagogen Preußens, Dinter und Zeller, unterstützt, richtete Kah in Szabienen ein bescheidenes Lehrerseminar ein, das 1825 nach Lötzen, 1828 nach Angerburg verlegt wurde. Es ist erstaunlich, mit welchem Schwung das im Pfarrwitwcnhaus einquartierte Seminar arbeitete. Direktor war Prf. Kah, Mitarbeiter waren Präzentor Riedelsberger und der 17 jährige Hauslehrer Schmidt aus Angerapp. Schon 1826 wird ein Albrecht Bylda als Rektorhilfe in Rydzewen eingestellt, der dann wohl Fr. Kuslowski nach sich holt, beide sind in Szabienen ausgebildet. Aber auch in dem Heimatkirchspiel wächst das Schulwesen. Neben den genannten Schulen treten die in

 

Stiberkehlen später Gr. Medunischken und Broszaitschen dazu. Noch 1799 mußten die Kinder von Skallischen bis Uszblenken und von Neukermuschienen und Eszerienen bis KI. Medunischken nach Szabienen zur Schule, wo in zwei Klassen unterrichtet wurde, in der 1. Klasse 32 Kinder — 17 aus adl , 15 aus kgl. Dörfern, in der 2, Klasse 98 Kinder — 57 aus adl., 41 aus kgl. Dörfern.

Aber wenn wir an die Wirksamkeit Farenheids innerhalb des Kirchspiels Szabienen denken, ist dabei vor allem von Renovationen der Kirche zu sprechen. War Fritz von Farenheid 1817, als die Längsmauern der Kirche erneuert werden mussten, noch ein keines Kind, so stand er in den besten Jahren, als das Innere der Kirche um 1860 überholt wurde. Es sind zweifellos Einflüsse dieses das Griechentum so liebenden Mannes gewesen, die der Kirche in Szabienen ihr besonderes Gesicht gaben: beiderseits hohe, kräftige Säulenreihen dorischer Art, die die schmalen, waagerecht gedeckten Seitengänge abgrenzten, während das breite Mittelschiff von einer gewölbten Holzdecke beherrscht wurde. Die spätere Bemalung war nicht ganz glücklich. Aber das, auch für die Säulen, in Beynuhnen geschnittene Bretter aus dem Zarger Wald das Baumaterial gaben, störte nicht. Betrat man, gar vom Turm her, die Szabiener Kirche, war man fast so von dem Gefühl edler Einfalt und stiller Größe betroffen, wie beim Anblick des dorischen Tempelchens in Beynuhnen selbst, dem Werk von Fritz von Farenheid.

Wie bis ins einzelne hinein die Farenheids mit ihrer Patronatskirche verbunden waren, geht daraus hervor, dass sie in ein der Herrschaft gehörendes Haus einen Glöckner vom Hof Sodarren setzten. 1855 kam der Tischler Friedrich Zeising nach Szabienen, seine Urenkelin Elisabeth war die letzte Glöcknerin an der Szabiener Kirche, die nun in ihrem eigenen Häuschen wohnte.

Im 1. Weltkrieg wurde die Kirche von Granaten hart getroffen, das Präzentorat die Schule und das Pfarrinsthaus brannten neben anderen Gebäuden ab. In den mitunter sehr hektischen Jahren zwischen 1918 und 1939 wurde mancherlei begonnen. Paulsdorf und Sodarren wurden aufgesiedelt, bei dem Kirchdorf selbst entstand 1937 eine kleinere Anliegersiedlung. Angerapp wurde losgelöst, einer der Gr. Medunischker Söhne konnte es erwerben.

In der letzten Zeit Waren in das Pfarramt berufen, von 1939 - 1945 Pfarrer Tetzlaff, von 1929 - 1939 Pfarrer Helmut Walsdorf, von 1924 - 1929 Pfarrer Dr. Quittschau und davor Pfarrer Popowski. Präzentor war Albert Albuschkat. Die 1922 erbaute Schule fiel 1992 einem Brand zum Opfer. Im Grundstein fand man ein Dokument mit der Beschreibung über die Zerstörung und den Wiederaufbau der Schule. Das Dokument und die Abschrift befinden sich auf den nächsten Seiten.